Auswanderungen nach Amerika

Aus unserer Heimatchronik

Schon um die Mitte des 18.  Jahrhunderts versuchten einzelne Bürger ihr Glück in Nordamerika. Wenigstens besitzen wir von einer Familie den aktenmäßigen Nachweis. Am 15.  März 1751 erhielt der Weber Hans Ritter in Marlen die amtliche Erlaubnis, mit seiner Ehefrau Katharina Mittenmüller und seinen 4 Kindern nach Pennsylvanien auszuwandern.  Nachweisbar wanderten von 1830 bis 1883 aus der Gemeinde Goldscheuer 590 Personen nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika aus.  Bittere Armut, geringe oder gar keine Verdienstmöglichkeitenwaren die Beweggründe zum Verlassen der Heimat. 1832 verteilte die Gemeinde in der Zeit vom 1. Mai bis zur Ernte Geld zum Broteinkauf an 60 verarmte Familien. Über die Nachwirkungen der Kriegsschäden von 1792 bis 1814 lesen wir in Gemeindeberichten u. a.: „Würde man mit den Rückständigen (mit Geldzahlungen) ein Zwangsverfahren einschreiten, so müßten wenigstens 50 Familien betroffen werden und ohne Obdach sein, und 50 weitere würden dem nämlichen Schicksal anheimfallen.“

 

Unvermindert hielt die Auswanderung an.  Nach 1855 sind es in der Mehrzahl junge, unverheiratete Leute aus kinderreichen Familien, die sich in Amerika eine bessere Zukunft erarbeiten wollen. Die meisten von ihnen sind durch vielversprechende Schilderungen ihrer Freunde und Verwandten zur Auswanderung veranlaßt worden. Das bezeugt uns ein Brief von August Boschert vom Jahr 1852 und der amtliche Bericht des Bürgermeisters Klein von 1837, worin es heißt: „Die Burschen haben Geschwister und Freunde in Amerika, die vor 5 Jahren ausgewandert sind und in gutem Wohlstande sich befinden, und auch ein ordentliches Vermögen sich dort erworben haben . . .“ Nicht immer kamen die Auswanderer amZiel an; manchmal wurden sie auch betrogen: Im Jahre 1834 fuhren Schiffsleute aus Goldscheuer mit Auswanderern den Rhein hinab bis ans Meer. Viele wurden hier sitzengelassen und kehrten bettelarm wieder in die Heimat zurück.

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