Das alte Gewerbe der Goldwäscherei.

Goldwäscherbrunnen in Goldscheuer

Der Begriff Goldwäscherei hat etwas anziehendes, verbindet man ihn doch eng mit den sagenhaften Goldfunden in Nordamerika Mitte des 19. Jahrhunderts und unermesslichem Reichtum. Weniger bekannt ist jedoch die Goldsuche am Rhein, die schon seit den Zeiten der Römer betrieben wurede.

 

Es war ein mühsames Geschäft aus großen Mengen Rheinsand die kleinen Goldflitterchen herauszuwaschen um daraus einen kleinen Nebenverdienst zu erwirtschaften. Speziell die Fischersleute kannten die Goldgründe am Rhein, lagen Sie doch im Umfeld ihrer Fischgründe, meist hinter den zahlreichen Rheininseln.

 

Zunächst wurde der grobe Kies mit einem "Durchwurf", einem engen Gitter, herausgefiltert um Sand zu gewinnen. Dieser wurde dann auf einer so genannten Waschbank  mit Wasser übergossen um diesen wegzuspülen.  Das schwerere Gold blieb in einem darunterliegenden Sackleinen hängen. Dieser Prozeß wurde wiederholt bis der Sand komplett herausgespült war.

 

Dann wusch man das Sackleinen in einem Eimer Wasser aus. Noch immer befanden sich feine Sandkörner unter dem Gold. Durch hinzufügen von gesundheitsschädlichem Quecksilber trennte man die letzten Goldflitterchen vom Sand. Durch Erhitzen verdampfte das Quecksilber und übrig blieb das reine Gold. Reich ist niemand davon geworden, aber es war ein interessanter Nebenverdienst der Fischer der mithalf die Existenz zu sichern.

 

Mehr als mit den Goldflitterchen selbst wurde mit dem Verkauf von feinstem Sand verdient der bei der Goldwäscherei anfiel. Er wurde in den Amtsstuben zum Binden der noch feuchten Tinte benutzt, damit diese nicht verschmierte. Noch heute findet man in alten Akten Reste von Sand und darunter auch feinste Goldflitterchen aus jener Zeit.

 

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlor sich die Goldwäscherei. Durch die Rheinregulierung verschwanden die "Goldgründe" und das mühsame Geschäft lohnte sich nicht mehr.

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