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für die Grimmelshausen-Gedenkstätte in Goldscheuer



In Goldscheuer wächst der beste Hanfsamen der Welt.

Zitat aus Grimmelshausens Simplicissimus, erschienen 1669


Am 14. Aug. 2026 erfolgte die feierliche Übergabe der Erinnerungsstätte an Grimmelshasuen an der Kulturfabrik in Goldscheuer, anlässlich seines 350. Todestages.

Mit Stolz betrachten wir unsere Geschichte

Goldscheuer ist keine Großstadt, kein Hotspot dieser Welt, aber die Ortschaft hat eine interessante und wechselvolle Geschichte. Deshalb erfüllt es uns mit Stolz, dass wir in einem großen Werk der deutschen Barock-Literatur, dem „Simplicissimus“, zwei Mal erwähnt sind. Und das nicht nur mit dem bloßen Namen, sondern mit zwei interessanten Geschichten.


Deshalb war es uns ein besonderes Anliegen diese Geschichte, anlässlich des 350. Todestages von Grimmelshausen, unserer Bevölkerung und darüber hinaus publik zu machen und mit einer Gedenkstätte an den Verfasser von Weltliteratur, Grimmelshausen, an der Kulturfabrik in Goldscheuer
zu erinnern.


Die Sandstein-Stelen, die die Informationsschilder tragen, stammen aus dem Abriss des Fachwerkhauses von „s‘Scholli-Guschde“ in der Römerstraße.
Gerhard Samenfink hat uns diese freundlicherweise kostenfrei überlassen. Hierfür herzlichen Dank!


Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen

Schon zu Schulzeiten dürfte jeder sicher schon einmal den Namen „Grimmelshausen“ gehört haben, jedoch ohne diesem eine besondere Bedeutung
zuzuordnen. Im Laufe der Jahre tauchte er immer wieder mal auf, in der Tagespresse oder wenn es um Zitate oder Geschichten ging, die aus seinen Werken entlehnt wurden.


In Renchen hat Grimmelshausen einen besonders hohen Stellenwert, weil er dort Schultheiß war. Das Simplicissimus-Haus und die Grimmelshausen-Freunde befassen sich intensiv mit der Person Grimmelshausen, deren Geschichte, deren Werke und deren Wirken. Auch in Oberkirch zeigt das Stadtmuseum eine intensive Beziehung zu Grimmelshausen, wo er fast 20 Jahre lebte.


Aber was hat Goldscheuer mit Grimmelshausen zu tun?

Liest man sein Werk „Der Abentheurliche Simplicissimus Teutsch“ genau, stößt man auf die Erwähnung von verschiedenen Städten und Orten wie Straßburg (7-mal), Offenburg (1-mal), Gelnhausen, sein Geburtsort (2-mal), und Goldscheuer (2 mal). Goldscheuer war 1669 ein kleines Dorf, nahe am Rhein gelegen und stark geprägt durch den 21 Jahre zuvor zu Ende gegangenen Dreißigjährigen Krieg, der den Dörfern, den Bewohnern und der Region arg zugesetzt hatte.




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